LSD bewirkt mehr als eine Desynchronisation des Gehirns
Eine Mitteilung der Université de Montréal berichtet, dass LSD die Gehirnaktivität nicht nur desynchronisiert. Weitere Details sind im verfügbaren Text nicht enthalten.
Forschung & Anwendung – laufend gesammelt aus Wissenschaft und Fachportalen
Eine Mitteilung der Université de Montréal berichtet, dass LSD die Gehirnaktivität nicht nur desynchronisiert. Weitere Details sind im verfügbaren Text nicht enthalten.
Ein Beitrag des Genetic Literacy Project thematisiert, wie Psychedelika das Gehirn verändern. Mehr ist aus der Überschrift nicht ersichtlich.
Die University of Southern California hat eine klinische Studie zu Psilocybin in Kombination mit Achtsamkeitsmeditation bei Depression gestartet. Weitere Details sind dem Anreisstext nicht zu entnehmen.
Laut Schlagzeile wurde eine Verbindung aus Zauberpilzen eingesetzt, um einen extrem aggressiven Fisch zu beruhigen. Weitere Details sind dem Titel nicht zu entnehmen.
Diese Sekundäranalyse einer randomisierten Warteliste-kontrollierten Studie (N = 20) untersuchte selbsttranszendente Erfahrungen während MDMA-gestützter Therapie bei generalisierter sozialer Angststörung. Verbundenheitsbezogene Erfahrungen sagten höhere Verbundenheit, Dankbarkeit und Lebenssinn nach der Behandlung voraus, jedoch keine Reduktion sozialer Angst. Die Ergebnisse sind als Vorprüfung zu verstehen und noch nicht durch grössere Studien bestätigt.
Laut Schlagzeile zeigt Microdosing von LSD einige kognitive Vorteile, die nur bei Frauen auftreten. Weitere Details sind im Text nicht verfügbar.
Ein Übersichtsartikel betrachtet psychedelische Therapien aus klinischer, methodischer, ethischer und implementierungswissenschaftlicher Sicht. Die Autorinnen und Autoren argumentieren, dass bisherige Studien vor allem einen Wirksamkeitsnachweis unter kontrollierten Bedingungen erbringen, nicht aber die Reife für eine breite klinische Anwendung. Nötig seien stärkere Belege zu Dauerhaftigkeit, Sicherheitsmonitoring, vergleichender Wirksamkeit und Alltagsimplementierung.
Eine Antwort in der Zeitschrift Postępy Psychiatrii i Neurologii bezieht sich auf eine frühere Arbeit zu öffentlichen Einstellungen gegenüber Psychedelika in Polen.
Dieser Übersichtsartikel fasst Definition, Diagnostik und Prävalenz von Angst- und Depressionssymptomen bei Krebspatientinnen und -patienten zusammen. Er beschreibt leitliniengestützte integrative Therapien sowie aufkommende Verfahren, darunter psychedelisch unterstützte Therapie, und diskutiert methodische Probleme der Forschung.
Eine doppelblinde, randomisierte, placebokontrollierte Pilotstudie prüfte bei 28 gesunden Freiwilligen die Wirkung einer einzelnen Ayahuasca-Dosis auf Intelligenz und verbales Gedächtnis. Es zeigten sich keine anhaltenden Veränderungen nach 21 Tagen; im Gedächtnistest unterschritt die 0,5-mL/kg-Gruppe nach 4 Stunden das Placebo. Die Autoren sehen die Ergebnisse als Grundlage für künftige, besser gepowerte Studien.
Ein Artikel von Scientific American berichtet laut Schlagzeile, dass Psychedelika eine "verborgene Ordnung" in der Hirnaktivität erzeugen können. Dies könnte erklären, wie sie das Selbstgefühl beeinflussen.
Eine systematische Übersichtsarbeit verglich 70 klinische Studien zu therapeutischem Psilocybin (2014 bis 2024) mit 172 Medienartikeln (bis April 2025). Die Medien stellten Nutzen häufiger als gesichert dar, übertrugen ihn auf Indikationen wie PTBS und Angst ohne ausreichende Studienbelege und informierten seltener über Sicherheitsaspekte als die Fachpublikationen.
In einer randomisierten, doppelblinden Placebo-kontrollierten Studie mit 29 suizidalen Jugendlichen mit therapieresistenter Depression erhielt eine Gruppe eine einzelne niedrige Dosis intravenöses Ketamin, die andere Kochsalzlösung. Ketamin führte nicht zu stärkeren Reduktionen von Depressions- oder Suizidalitätswerten als Placebo, Dissoziationszeichen traten unter Ketamin häufiger auf. Die Autorinnen und Autoren sehen die Notaufnahme als machbaren Ort für schnelle antidepressive Behandlung und fordern grössere Studien.
Laut Schlagzeile berichtet die Universität Maastricht, dass LSD-Microdosing bei Frauen die Aufmerksamkeit verbessert, bei Männern hingegen nicht.
Im Interview diskutieren die Psychopharmakologinnen Natasha Mason und Eline Haijen-Bongers, wie Hormone mit psychedelischer Therapie interagieren könnten. Der Beitrag beschränkt sich laut vorliegendem Text auf diese Fragestellung; Details zu Befunden fehlen.
Eine doppelblinde, randomisierte Studie mit 84 Patientinnen und Patienten mit Adipositas und Magenverkleinerung verglich Esketamin-basierte opioidfreie Anästhesie mit einer opioidbasierten Anästhesie mit Remifentanil. Die Esketamin-Gruppe berichtete über signifikant weniger postoperative Schmerzen innerhalb von 24 Stunden und bessere psychische Gesundheit nach drei Monaten, ohne mehr unerwünschte Ereignisse. Die Ergebnisse deuten auf einen möglichen Nutzen bei Schmerz und psychischer Gesundheit hin, betreffen jedoch eine Anwendung in der Anästhesie.
Eine Tierstudie an männlichen C57BL/6J-Mäusen untersuchte, wie Psilocin, der aktive Metabolit von Psilocybin, die zeitliche Wahrnehmung im Temporal Discrimination Task beeinflusst. Die Wirkung liess sich durch den 5-HT2A-Antagonisten M100907, nicht aber durch den 5-HT1A-Antagonisten WAY-100,635 blockieren. Zudem ahmte die Infusion von DOI in den medialen präfrontalen Kortex die systemische Wirkung nach, was auf eine Rolle dieser Hirnregion hindeutet.
Eine im American Journal of Psychiatry veröffentlichte Arbeit untersucht, ob niedrigdosiertes Buprenorphin die antisuizidalen Effekte einer Ketamininfusion bei schwerer depressiver Störung verlängert. Zudem wird der Zusammenhang zwischen antidepressiven und antisuizidalen Effekten betrachtet. Weitere Details sind nur der Überschrift zu entnehmen.
Ein Artikel im American Journal of Psychiatry untersucht Buprenorphin nach Ketamin bei Suizidgedanken. Laut Titel geht es um Dauerhaftigkeit, Spezifität und Confounding.
Der Titel stellt die Frage, ob eine Ketamin-Verlängerung oder eine Buprenorphin-Erhaltungstherapie gewählt werden sollte. Weitere Details sind nur als Überschrift verfügbar.
Der Titel deutet auf eine Untersuchung hin, in der Buprenorphin nach Ketamin bei Suizidgedanken in der Notaufnahme eingesetzt wird, um Patientinnen und Patienten in die weitere Behandlung zu überführen. Weitere Details sind nicht verfügbar.
In einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie mit 196 Frauen wurde eine einmalige subanästhetische Esketamin-Gabe während der Narkoseeinleitung bei Oozytenentnahme untersucht. Die Häufigkeit postoperativer Schlafstörungen am dritten Tag war in der Esketamingruppe niedriger (13,06% vs. 24,90%), wobei das Ergebnis knapp signifikant war. Esketamin ist hier nicht psychiatrisch, sondern als Anästhetikum eingesetzt, die Autoren fordern grössere Folgestudien.
Eine doppelblinde, placebokontrollierte randomisierte Studie mit 90 Gebärenden mit Schlafstörungen im geplanten Kaiserschnitt verglich ein esketaminhaltiges Einleitungsschema mit Standardeinleitung. Esketamin verbesserte den Schlaf am ersten postoperativen Tag signifikant; die sekundären Ergebnisse zu Schmerz, Rettungsanalgetika und postpartaler Depression waren explorativ und nicht eindeutig. Die Studie war nicht für Sekundär- oder Sicherheitsendpunkte gepowert.
Diese Übersichtsarbeit im Journal of Neurotrauma beschreibt, wie Psychoplastogene wie Ketamin, Psilocybin und DMT die Neuroplastizität fördern könnten. Sie untersucht dies für chronische kognitive Defizite nach traumatischer Hirnverletzung, für die bislang keine wirksamen medikamentösen Therapien existieren. Die Autorinnen und Autoren sehen einen dringenden Forschungsbedarf in der chronischen Phase der Erkrankung.
Diese Übersichtsarbeit fasst Chemie, Pharmakologie und Wirkmechanismen von Psilocybin bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Parkinson und Alzheimer zusammen. Sie beschreibt Effekte über 5-HT2A-Rezeptoren und BDNF/TrkB- und mTOR-Signalwege sowie präklinische Befunde zu Plastizität und Entzündung. Die Autoren betonen, dass randomisierte kontrollierte Studien nötig sind, um Wirksamkeit und Langzeitsicherheit zu prüfen.
Diese narrative Übersichtsarbeit im Fachjournal Current Neuropharmacology untersucht den Zusammenhang zwischen Depression und Schmerz sowie das mögliche therapeutische Potenzial von Psilocybin und Psilocin. Die Autorinnen und Autoren führten eine Visualisierungsanalyse der aktuellen Forschungslandschaft durch und betrachten Wirkmechanismen, unter anderem den Default Mode Network und die Rolle mystischer Erfahrungen.
Dieser narrative Review fasst molekulare, zelluläre, neuronale und bildgebende Befunde zu Ketamin bei Depression zusammen und prüft, ob die Normalisierung einer pathologischen Gehirntopologie ein gemeinsamer systemischer Wirkweg ist. Laut Review erhöht Ketamin innerhalb von Stunden die globale Konnektivität und die Signalvielfalt in fMRT- und EEG-Befunden. Die Autoren schlagen vor, dass Ketamins molekulare Wirkungen notwendig, aber nicht hinreichend sind.
Eine neue Studie liefert Hinweise darauf, dass die antidepressive Wirkung von Ketamin, die oft etwa 24 Stunden nach einer einzelnen Dosis auftritt, mit einer Beruhigung der Habenula-Aktivierung und einer Verringerung des aversiven Lernens bei gesunden Probanden zusammenfällt. Die Befunde stammen aus dem Bereich der Grundlagenforschung und beschreiben einen möglichen neuronalen Zusammenhang.
In einer kleinen schwedischen Studie linderte eine einzelne Psilocybin-Dosis Depressionen innerhalb weniger Tage. Laut Selbstbeurteilung der Patientinnen und Patienten übertraf sie ein aktives Placebo über mehr als drei Monate. Nach einem Jahr hatte die Placebogruppe weitgehend aufgeholt.
Eine Studie berichtet, dass niedrige Dosen Psilocybin aggressive Angriffe bei Mangroven-Rivulus-Fischen deutlich verringern, ohne deren normale soziale Interaktionen zu stören. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Psilocybin eskalierende Aggression gezielt dämpfen könnte, statt generell das Verhalten zu unterdrücken.
Eine Tierstudie an männlichen und weiblichen Mäusen zeigte, dass das Fehlen von Serotonin-1B-Rezeptoren auf Emx1-positiven erregenden Neuronen die anxiolytische Wirkung von Psilocybin in Verhaltenstests deutlich abschwächte, nicht aber die akuten Effekte. Die Ganzhirn-c-Fos-Kartierung deutet auf veränderte Netzwerkdynamik hin. Die Befunde sprechen für einen möglichen Mechanismus der Angstreduktion nach Psilocybin.
Eine Online-Querschnittsbefragung mit 497 MDMA-erfahrenen Teilnehmenden (rekrutiert über Prolific) untersuchte negative Nachwirkungen nach MDMA-Konsum. 74,5 % berichteten mindestens einmal davon, typischerweise rund 24 Stunden nach der Einnahme und durchschnittlich 40 Stunden anhaltend. Häufig genannt wurden Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und Unruhe; 6,2 % berichteten aktive Suizidgedanken.
Zwei Querschnittsstudien untersuchten, wie häufig Meditation mit psychoaktiven Substanzen kombiniert wird. Studie 1 (N = 1391) zeigte, dass Alkohol (29%), Cannabis (19%) und Nikotin (16%) häufiger mit Meditation kombiniert wurden als klassische Psychedelika (6%). Die Zusammenhänge mit Wohlbefinden waren uneinheitlich; Alkohol mit Meditation ging mit besserem Wohlbefinden einher.
Eine präklinische Studie an Plattwürmern (Girardia dorotocephala, 15 Tiere in drei Gruppen) untersuchte, wie Ketamin die Reaktivierung konditionierter aversiver Erinnerungen beeinflusst. Die Gabe von 10 μM Ketamin verringerte defensive Verhaltensweisen gegenüber der Kontrollgruppe, und die Proteomanalyse zeigte Veränderungen in Signalwegen der Neuroplastizität. Die Autoren betrachten die Befunde als vorläufig.
Laut Schlagzeile wirkt intravenös verabreichtes Esketamin schneller als die subkutane Gabe, beide Routen erreichen jedoch am Ende vergleichbare Ergebnisse.
Ein systematischer Review fasst Geschichte, Wirkmechanismen, klinische Anwendungen und Risiken von Ketamin zusammen. Eingeschlossen wurden 106 peer-reviewed Publikationen aus mehreren Datenbanken. Behandelt werden unter anderem therapieresistente Depression, Schmerz, Off-label-Einsatz bei PTBS und Angst sowie Telemedizin-Verschreibung.
Eine Preprint-Studie mit 56 Personen untersuchte EEG-Aufnahmen vor und nach Psilocybin während Filmschauen, Ruhe mit geschlossenen Augen, geführter Meditation und Musik. Psilocybin verringerte die Alpha-Leistung im Ruhezustand, erhöhte die Gamma-Leistung und die Alpha-Peak-Frequenz. Strukturierte sensorische Reize veränderten diese Effekte je nach Kontext.
Eine Preprint-Studie auf bioRxiv untersuchte, wie die Psychedelika LSD und DMT die neurovaskuläre Kopplung im Ruhezustand verändern. Mithilfe eines Algorithmus zur blinden Dekonvolution des BOLD-Signals fanden die Autorinnen und Autoren in serotoninreichen Hirnregionen längere hämodynamische Verzögerungen unter beiden Substanzen. Die Ergebnisse legen nahe, dass vaskuläre Effekte bei künftigen Neuroimaging-Studien berücksichtigt werden sollten.
Eine Sekundäranalyse der Global Psychedelic Survey 2023 (N = 6378) verglich 212 autistische Erwachsene, die Psychedelika therapeutisch nutzen, mit anderen Konsumierenden (n = 6166). Die autistische Gruppe berichtete häufiger Nutzung in strukturierten therapeutischen Settings sowie anhaltende Halluzinationen (65,09 %), klinisch relevante Angst- (57,35 %) und Depressionssymptome (60,66 %). Qualitativ wurde der Nutzen als überwiegend positiv, aber kontextabhängig beschrieben.
Eine noch nicht rekrutierende Phase-1-Studie der Johns Hopkins University untersucht die subjektiven und verhaltensbezogenen Effekte von Psilocybin im Vergleich zu Placebo und Alkohol. Im Fokus stehen Dosisabhängigkeit, Beeinträchtigung und Missbrauchspotenzial.